Wie jedes Jahr sicherte sich der Haussperling – unser guter alter Spatz – die Spitzenposition. Er wurde auf 84 Prozent aller Beobachtungsflächen gesichtet und mit über 15'000 Individuen am häufigsten gezählt. Auf den weiteren Rängen folgen:
Erfreulich: Amsel, Grünfink und Girlitz – Arten, die in den vergangenen Jahren unter Krankheiten gelitten haben – wurden 2026 häufiger gezählt als im Vorjahr. Auch die Mönchsgrasmücke, ein oft übersehener Heckenbewohner mit unverkennbar klarem Gesang, legt leicht zu.
Besorgniserregend: Mauersegler, Rauch- und Mehlschwalben gehen zurück. Diese Luftakrobaten brauchen Nistnischen an Gebäuden und eine vielfältige Insektenwelt – beides nimmt im Siedlungsraum vielerorts ab.
Aus den vergangenen Jahren ist bekannt: In naturnahen Gärten mit «wilden» Ecken, einheimischen Sträuchern und Blumenwiesen leben deutlich mehr Vogelarten als in Gärten mit Einheitsrasen und exotischen Pflanzen.
Schon kleine Anpassungen machen einen Unterschied:
Solche Strukturen bieten Nahrung, Verstecke und Brutplätze – und machen aus einem Garten ein kleines Vogelparadies.
«Vögel berühren uns, sie sind ein Stück Heimat direkt vor der Haustür. Damit Spatz, Amsel oder Mauersegler auch in Zukunft bei uns leben, braucht es naturnahe Gärten und lebendige Quartiere – jede einheimische Hecke, jeder Asthaufen, jede Blumenwiese zählt.»
– Raffael Ayé, Geschäftsführer BirdLife Schweiz
Quelle: Medienmitteilung BirdLife Schweiz, 12. Mai 2026