Ein Viertel könnte wohl schmerzfrei spenden
Nach Schätzungen der Initianten könnte rund ein Viertel aller Rentenberechtigten in der Schweiz auf die 13. Rente verzichten, ohne dass sich deren persönlicher Lebensstandard spürbar verändert. Würde dieses Potenzial genutzt, käme jährlich eine Summe von weit über einer Milliarde Franken zusammen. Geld, das direkt in wichtige gesellschaftliche Projekte fliessen könnte. Die Stiftung hinter dem Projekt wurde von zwei erfahrenen Schweizer Finanz- und Vorsorgeexperten ins Leben gerufen: Karl Reichmuth, Gründer der gleichnamigen Privatbank, und Jörg Odermatt, langjähriger Chef der PensExpert AG.
Beide waren nach der historischen Abstimmung im März 2024 überzeugt, dass viele wohlhabendere ältere Menschen bereit wären, ihre Zusatzrente für einen guten Zweck zu teilen.
Unterstützung für Jung und Alt
Die gesammelten Spenden sollen zu gleichen Teilen zwei etablierten Schweizer Organisationen zugutekommen und damit eine Brücke zwischen den Generationen schlagen: Zum einen fliesst das Geld an Pro Senectute Schweiz. Genauer gesagt in deren Einzelhilfefonds, der ältere Menschen in der Schweiz unterstützt, die von akuter Altersarmut betroffen sind. Hier wird Betroffenen schnell und unbürokratisch in Notlagen geholfen. Zum anderen wird Pro Juventute unterstützt. Damit investiert die Stiftung in die Zukunft der jüngeren Generation. Die Gelder fliessen in Projekte, welche die Ausbildung, die Weiterbildung und die allgemeinen Lebenskompetenzen von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz fördern. Ab November soll das Spenden auf der Website der Stiftung über ein einfaches Online-Formular möglich sein.