Wer einen Garten hat, weiss: Ohne Bienen keine Kirschen, keine Äpfel, keine Tomaten. Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) jagt gezielt Honig- und Wildbienen – und kann ganze Bienenvölker vernichten. Seit ihrem ersten Auftreten 2017 im Jura hat sie sich in der ganzen Schweiz ausgebreitet. 2024 wurden über 650 Nester entdeckt. Die Klimaerwärmung begünstigt ihre Verbreitung zusätzlich.
Gerade jetzt im Frühling ist ein wichtiger Moment: Die Königinnen bauen kleine, kugelförmige Primärnester – oft an geschützten Orten in der Nähe unserer Häuser und Gärten: unter Vordächern, in Hecken, an Gartenhäuschen oder in Büschen. Je mehr dieser Nester frühzeitig entdeckt werden, desto besser kann die Ausbreitung gebremst werden.
Die Verwechslung mit unserer einheimischen Europäischen Hornisse ist der häufigste Fehler. Darum: Schauen Sie genau hin!
| Merkmal | Asiatische Hornisse | Einheimische Hornisse |
|---|---|---|
| Farbe | Überwiegend schwarz-braun, gelbe Beinenden | Rot-braun mit gelben Streifen |
| Grösse | Etwas kleiner (ca. 2–3 cm) | Grösser (bis 3,5 cm) |
| Im Flug | Wirkt dunkel/schwarz | Wirkt rot-braun/gelblich |
| Nest | Birnenförmig, seitliches Flugloch | Offenes Flugloch unten |
Wichtig: Die einheimische Hornisse steht unter Naturschutz! Bitte nicht verwechseln und nicht bekämpfen.
Stellen Sie sich vor: Sie schneiden Ihre Rosen, und plötzlich brummt etwas Dunkles, Grosses vorbei. Grösser als eine Wespe. Schwärzlich. Was nun?
Wird bestätigt, dass es sich um eine Asiatische Hornisse handelt, können Sie den Behälter für 72 Stunden in den Gefrierschrank legen. Danach kann das Insekt über den Hausmüll entsorgt werden.
Handelt es sich um eine einheimische Art: Sofort freilassen! Unsere Hornissen sind wertvolle Nützlinge und stehen unter Schutz.
Das kann durchaus vorkommen – unter dem Vordach des Gartenhauses, im dichten Gebüsch oder unter der Dachrinne. Dann gilt:
⚠️ Bitte entfernen Sie niemals selbst ein Nest! Das ist gefährlich und kann dazu führen, dass sich die Hornissen noch weiter verbreiten. Die Kantone verfügen über ausgebildete Fachleute, die dafür zuständig sind – kostenlos.
Sie müssen kein Experte sein. Sie müssen nur hinschauen. Beim nächsten Mal, wenn Sie im Garten sind – bei der Gartenarbeit, beim Kaffee auf der Terrasse oder beim Giessen der Balkonblumen – achten Sie auf:
Jede Meldung zählt. Je früher ein Nest entdeckt wird, desto einfacher ist die Entfernung – und desto mehr Bienen überleben.
Die Meldung ist einfach und dauert nur wenige Minuten: