Es gibt eine wichtige Neuigkeit für Menschen mit einer frühen Form der Alzheimer-Krankheit – und für ihre Angehörigen.
Die Schweizer Heilmittelbehörde Swissmedic hat ein neues Medikament mit dem Namen Kisunla zugelassen. Der Wirkstoff heisst Donanemab. Dieses Medikament kann das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit im frühen Stadium verlangsamen.
Auch die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER in Basel bereitet sich darauf vor, diese neue Therapie geeigneten Patientinnen und Patienten möglichst bald anbieten zu können.
Bei der Alzheimer-Krankheit lagern sich im Gehirn sogenannte Amyloid-Plaques ab. Diese Ablagerungen stören die Funktion der Nervenzellen und tragen dazu bei, dass Gedächtnis und Denkfähigkeit nachlassen.
Donanemab ist ein Antikörper, der gezielt an diese Ablagerungen bindet. Er hilft dem Körper, einen Teil davon abzubauen. Dadurch kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt werden – allerdings nur in einem frühen Stadium.
Studien zeigen: Menschen, die mit Donanemab behandelt wurden, verschlechterten sich langsamer als Personen ohne diese Therapie.
In Zahlen bedeutet das:
Diese zusätzliche Zeit kann für Betroffene sehr wertvoll sein. Sie können ihren Alltag oft länger selbstständig bewältigen und ihre Lebensqualität länger erhalten. Auch für Angehörige kann das eine spürbare Entlastung bedeuten.
Das neue Medikament ist nicht für alle Alzheimer-Betroffenen gedacht.
Es ist zugelassen für Erwachsene:
Ob eine Behandlung infrage kommt, muss immer sorgfältig abgeklärt werden – in spezialisierten Memory Clinics.
Wichtig zu wissen: Donanemab heilt Alzheimer nicht. Es kann die Krankheit verlangsamen, aber nicht stoppen oder rückgängig machen.
Trotzdem ist die Zulassung ein bedeutender Schritt. Zum ersten Mal steht in der Schweiz eine Therapie zur Verfügung, die direkt in den Krankheitsverlauf eingreift – und nicht nur Symptome lindert.
Fazit:
Donanemab ist kein Wundermittel, aber ein wichtiger Fortschritt. Für ausgewählte Betroffene kann die Therapie wertvolle Zeit schenken – Zeit mit mehr Selbstständigkeit und Lebensqualität. Eine sorgfältige ärztliche Beratung ist dabei entscheidend.
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