Alle Arzneimittel, die von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung bezahlt werden, stehen auf der sogenannten Spezialitätenliste. Diese Liste wird vom (BAG) geführt und regelmässig angepasst.
Im Jahr 2025 hat das BAG insgesamt 202 Gesuche geprüft und abgeschlossen. Dabei wurden:
Das bedeutet: Mehr Menschen erhalten Zugang zu modernen Therapien, zum Beispiel bei Krebs oder seltenen Krankheiten.
Bevor ein Medikament bezahlt wird, muss es zuerst von der Schweizer Heilmittelbehörde zugelassen werden. Danach prüft das BAG, ob das Mittel:
Trotz aufwendigen Prüfungen ging es 2025 relativ schnell: Im Durchschnitt dauerte es nach der Zulassung nur rund 87 Arbeitstage, bis ein Medikament von der Grundversicherung übernommen wurde. Im europäischen Vergleich gehört die Schweiz damit zu den schnellsten Ländern.
Es gäbe sogar ein Verfahren, bei dem Zulassung und Kostenübernahme gleichzeitig erfolgen könnten. Dieses sogenannte «Early Access»-Verfahren wurde jedoch 2025 nur bei zwei Medikamenten genutzt.
Fachleute sind überzeugt: Wenn die Gesuche früher eingereicht würden, könnten Patientinnen und Patienten deutlich schneller profitieren.
Neben den neuen Medikamenten wurden auch Preisanpassungen vorgenommen:
Das wirkt sich auf die Gesamtkosten aus. Seit 2014 sind die Ausgaben für Medikamente um über 50 Prozent gestiegen – stärker als bei anderen medizinischen Leistungen.
Der Bund möchte einerseits den Zugang zu lebenswichtigen neuen Therapien verbessern. Andererseits sollen aber auch Massnahmen folgen, damit die Gesundheitskosten nicht aus dem Ruder laufen.
Entsprechende Vorschläge sollen Anfang 2026 vorgestellt und öffentlich diskutiert werden.
Fazit: Noch nie standen so viele neue Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Gleichzeitig wird es immer wichtiger, ein gutes Gleichgewicht zwischen medizinischem Fortschritt und bezahlbarer Gesundheitsversorgung zu finden.
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