Potenzielle Opfer erhalten eine Nachricht von einer unbekannten Nummer. Die Absender geben sich als Sohn oder Tochter aus und behaupten, neu unter dieser neuen Nummer erreichbar zu sein, weil das alte Handy kaputt oder verlorengegangen sei. Wenn Betroffene antworten und die neue Nummer speichern, sehen sie sich meist wenig später mit der Bitte um Geld konfrontiert. Diese kommt oft in Verbindung mit Behauptungen wie jener, dass die Banking-App auf dem neuen Handy noch nicht funktioniere und eine dringende Rechnung beglichen werden müsse.
In einer Variante dieses Betrugsversuchs geben sich laut BACS Betrüger als Bekannte des potenziellen Opfers aus und behaupten, ihr Smartphone sei gesperrt worden. Gemäss Kundendienst sei zur Entsperrung ein Aktivierungscode erforderlich, der durch eine andere Person übermittelt werden müsse. Das Opfer wird nun instruiert, einen Code auf der Twint-App einzugeben, was die Abbuchung eines Geldbetrags auslöst. In einem nächsten Schritt soll das Opfer einen PIN-Code an den Absender weiterleiten, damit dieser sein Mobiltelefon entsperren könne.
Betrüger verwenden iMessage-Dienst
Neu an den aktuellen Fällen ist die Verlagerung dieser Nachrichten von klassischen SMS oder Whatsapp-Nachrichten zu Apples iMessage-Nachrichtendienst, wie das BACS schreibt. Bemerkenswert sei ausserdem, dass die Absender in der Regel Nummern mit ausländischen Vorwahlen verwenden, etwa von den Philippinen (+63) oder Marokko (+212). Die iMessages können gemäss BACS aber auch direkt von iCloud-E-Mail-Adressen (z. B. vorname.name@icloud.com) verschickt werden. Um trotz ausländischer Absenderadressen Vertrautheit zu generieren, formulierten die Cyberkriminellen ihre Nachrichten oftmals in Schweizerdeutsch.
Empfehlungen des BACS an betroffene Personen: